Geschäftsbericht 2015

III. Erläuterungen zur Bilanz

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

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2014   Anschaffungs- und Herstellungskosten              Abschreibungen   Restbuchwerte
    Stand zum 01.01.2014 Währungs-
umrechnungs-
differenzen
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2014  Stand zum 01.01.2014 Währungs-
umrechnungs-
differenzen
Planmäßige
Abschreibung
des lfd. Jahres
Abgänge Stand zum 31.12.2014 Stand zum 31.12.2014
    T€ T€ T€ T€ T€ T€  T€ T€ T€ T€ T€ T€
Sachanlagen (1)  
Grundbesitz* 20.992 68 77 -560 0 20.577  8.708 68 694 -560 8.910 11.667
Technische Anlagen und Maschinen 5.261 0 55 -142 0 5.174  4.777 3 107 -128 4.759 415
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.820 236 742 -1.575 8 10.231  7.607 182 938 -1.525 7.202 3.029
Anlagen im Bau 9 0 46 0 -8 47  0 0 0 0 0 47
37.082 304 920 -2.277 0 36.029  21.092 253 1.739 -2.213 20.871 15.158
 
   
Immaterielle Vermögenswerte (3)  
Geschäfts- und Firmenwert (2) 5.828 0 0 0 0 5.828  0 0 0 0 0 5.828
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte 11.727 45 324 -170 31 11.957  8.260 41 1.018 -168 9.151 2.806
aktivierte Entwicklungskosten 8.192 26 173 0 -31 8.360  6609 26 286 0 6921 1.439
geleistete Anzahlungen 0 0 19 0 0 19  0 0 0 0 0 19
25.747 71 516 -170 0 26.164  14.869 67 1.304 -168 16.072 10.092
2015   Anschaffungs- und Herstellungskosten          Abschreibungen   Restbuchwerte
  Stand zum 01.01.2015 Währungs-
umrechnungs-
differenzen
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2015  Stand zum 01.01.2015 Währungs-
umrechnungs-
differenzen
Planmäßige
Abschreibung
des lfd. Jahres
Abgänge Stand zum 31.12.2015 Stand zum 31.12.2015
    T€ T€ T€ T€ T€ T€  T€ T€ T€ T€ T€ T€
Sachanlagen (1)  
Grundbesitz* 20.577 -13 4 0 0 20.568  8.910 -16 695 0 9.589 10.979
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.174 57 232 -134 0 5.329  4.759 46 108 -134 4.779 550
Anlagen im Bau 10.231 111 1.014 -607 0 10.749  7.202 82 943 -585 7.642 3.107
47 0 17 0 0 64  0 0 0 0 0 64
  36.029 155 1.267 -741 0 36.710  20.871 112 1.746 -719 22.010 14.700
     
     
Immaterielle Vermögenswerte (3)  
Geschäfts- und Firmenwert (2) 5.828 0 0 0 0 5.828  0 0 0 0 0 5.828
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte 11.957 44 232 -123 19 12.129  9.151 35 1.060 -122 10.124 2.005
aktivierte Entwicklungskosten 8.360 25 185 0 0 8.570  6.921 25 429 0 7.375 1.195
geleistete Anzahlungen 19 0 0 0 -19 0  0 0 0 0 0 0
  26.164 69 417 -123 0 26.527  16.072 60 1.489 -122 17.499 9.028

1) Sachanlagen

Die Zugänge im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen betreffen im Wesentlichen Ersatzbeschaffungen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden, wie bereits in den Vorjahren, keine selbst erstellten Sachanlagen aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen sowie Wertaufholungen sind im Berichtsjahr nicht vorgenommen worden. Der Grundbesitz in Höhe von 10.979 T€ (2014: 11.664 T€) dient der Besicherung von langfristigen Darlehen (vergleiche Gliederungspunkt 11 „Finanzschulden“).

2) Geschäfts- und Firmenwert

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Restbuchwerte der technotrans-Geschäfts- und Firmenwerte, aufgeteilt nach den Segmenten:

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Segment Technology: Laserkühlung 5.243 5.243
Segment Services: Übersetzungsleistungen 585 585
5.828 5.828

Der aus dem Erwerb der Anteile der KLH-Gesellschaften zum 1. Januar 2013 sowie dem Erwerb der Anteile der Termotek GmbH zum 7. Januar 2011 resultierende Geschäfts- und Firmenwert wurde auf Ebene der Gruppe Zahlungsmittel generierender Einheiten Laserkühlung im Segment Technology einem Werthaltigkeitstest unterzogen, da Synergien und Vorteile aus den Unternehmenszusammenschlüssen nur auf dieser Ebene ermittelt werden können. Die Überwachung der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt ebenfalls ausschließlich auf Basis dieser Zahlungsmittel generierenden Einheit.

Im Rahmen des Erwerbs der gds Sprachenwelt GmbH am 1. September 2012 wurde ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 585 T€ aktiviert. Dieser Geschäfts- und Firmenwert ist der Zahlungsmittel generierenden Einheit Übersetzungsleistungen im Segment Services zugeordnet.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Zahlungsmittel generierenden Einheiten nach IAS 36.10 einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dabei wird der Buchwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit verglichen mit dem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungserlöse und des Nutzungswertes. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde, basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik, als beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet.

Der erzielbare Betrag entspricht bei technotrans dem Nutzungswert. Diesem Nutzungswert lagen wesentliche Annahmen zugrunde. Ausgangspunkt der Cashflow-Prognosen für den Geschäfts- und Firmenwert waren das Budget 2016 sowie Umsatztrends für die Geschäftsjahre 2017 bis 2020 der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit. Für die Zahlungsmittel generierende Einheit Laserkühlung wurde für die Jahre 2017 bis 2020 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 6,4 Prozent (2014: 6,5 Prozent) und eine durchschnittliche EBIT-Marge von 11,0 Prozent (2014: 8,0 Prozent) unterstellt, für die Zahlungsmittel generierende Einheit Übersetzungsleistungen ein Trend von durchschnittlich 5,0 Prozent (2014: 5,1 Prozent) (Umsatz) bzw. 11,8 Prozent (2014: 14,1 Prozent) (EBIT-Marge). Für die anschließenden Geschäftsjahre erfolgte keine separate Umsatzplanung der betroffenen Zahlungsmittel generierenden Einheit, vielmehr wurden weitere durchschnittliche Umsatzwachstumsraten für beide Zahlungsmittel generierenden Einheiten gleichbleibend von 1,5 Prozent (2014: 1,5 Prozent) (langfristiger Markttrend der Laserindustrie sowie für Übersetzungsleistungen) angenommen. Außerdem wurden die Kosten (Material, Personal und sonstige Kosten) für jede Zahlungsmittel generierende Einheit auf Basis von Annahmen für den Prognosezeitraum geschätzt; Kostensteigerungen wurden entsprechend berücksichtigt. Alle Annahmen des Vorstands basieren auf Erfahrungen und spiegeln die Erwartungen der relevanten Kunden und der Industrie wider.

Der Diskontierung der erwarteten Cashflows liegt ein gewichteter Kapitalkostensatz vor Steuern von 12,97 Prozent (2014: 12,38 Prozent) für die Zahlungsmittel generierende Einheit Laserkühlung sowie 11,54 Prozent (2014: 11,42 Prozent) für die Zahlungsmittel generierende Einheit Übersetzungsleistungen zugrunde.

Die auf Basis dieser Annahmen ermittelten Nutzungswerte übersteigen jeweils die Buchwerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten.

3) Immaterielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum Vorjahr erneut reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen in Höhe von 720 T€ (2014: 720 T€) des im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Kundenstamms mit Anschaffungskosten von 3.600 T€ zurückzuführen.

Aus der Entwicklung entstandene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Im Geschäftsjahr haben die technotrans AG und die Termotek GmbH aus der Entwicklung entstandene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 185 T€ (2014: 173 T€) aktiviert.

Die Aktivierungen bezogen sich vorrangig, wie auch in Vorjahren, auf Entwicklungsprojekte für Produkte außerhalb der Druckindustrie. Im Geschäftsjahr 2015 konnten wieder einige Entwicklungsprojekte, wie beispielsweise die in den vergangenen Jahren entwickelte gruppenweite Steuerungsplattform sowie spezielle Kühltechniken für Gepäckscanner, erfolgreich abgeschlossen werden. Diese werden nun planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Aufgrund der Nichterfüllung der Ansatzvoraussetzungen des IAS 38.57 wurden 4.293 T€ (2014: 3.382 T€) der Entwicklungskosten als Aufwand erfasst.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie aktivierte Entwicklungskosten mit unbegrenzter Nutzungsdauer bestehen nicht. Die der planmäßigen Abschreibung von Software und aktivierten Entwicklungskosten zugrunde liegende Nutzungsdauer beträgt drei bis fünf Jahre.

Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren verursachungsgerecht den Umsatzkosten zugerechnet. Die planmäßigen Abschreibungen auf Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte wurden mittels der Kostenstellenrechnung den Umsatz-, Vertriebs-, allgemeinen Verwaltungs- und Entwicklungskosten zugeordnet.

4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Mietkautionen 38 38
Sonstige 10 10
48 48

5) Vorräte

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.085 7.762
Unfertige Erzeugnisse 3.806 3.179
Fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 4.656 4.459
  17.547 15.400

Von den gesamten Vorräten sind 3.880 T€ (2014: 3.175 T€) mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich noch anfallender Fertigungskosten und Vertriebsaufwendungen angesetzt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 436 T€ (2014: 951 T€) als Aufwand erfasst. Wertaufholungen führten im gleichen Zeitraum in Höhe von 632 T€ (2014: 604 T€) zu einem Ertrag, da höhere Nettoveräußerungswerte erzielt werden konnten als im Vorjahr angenommen.

6) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Im Segment Technology konzentrieren sich die offenen Forderungen hauptsächlich auf die großen Druckmaschinen- und Laserhersteller sowie auf Endkunden.

Im Berichtsjahr sind Zuführungen zu den Wertminderungen auf Forderungen in Höhe von 286 T€ (2014: 187 T€) vorgenommen worden, die in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Vertriebskosten erfasst werden. Um die Forderungen zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, werden Wertminderungen vorgenommen. Diese Wertminderungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Wertminderungen werden insbesondere vorgenommen, wenn der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat. Die Wertansätze bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Forderungen werden erst ausgebucht, wenn der Schuldner ein Insolvenzverfahren eröffnet hat oder die Forderung uneinbringlich geworden ist.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Wertminderungen auf den Forderungsbestand:

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Anfangsbestand 1.155 1.256
Zuführung 286 187
Ausbuchung von Forderungen -307 -273
Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen -53 -42
Währungsdifferenzen 16 27
Endbestand 1.097 1.155

7) Ertragsteuererstattungsansprüche

Bei den Ansprüchen handelt es sich um laufende Ertragsteuererstattungsansprüche sowie um ein aus Vorjahren stammendes Körperschaftsteuerguthaben.

Zum 31. Dezember 2015 beträgt das aus den Vorjahren stammende Körperschaftsteuerguthaben der technotrans AG noch 127 T€. Dieser Anspruch (§ 37 (5) Körperschaftsteuergesetz) ist mit dem Barwert von 122 T€ (2014: 179 T€) aktiviert. Die Auszahlung erfolgt in zehn gleichen Jahresbeträgen von 2008 bis 2017; demzufolge wurden die Ertragsteuererstattungsansprüche anteilig den kurz- und langfristigen Vermögenswerten zugeordnet. Der Zinssatz zur Barwertermittlung beträgt 3,75 Prozent.

8) Sonstige Vermögenswerte

31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Kautionen 246 151
Forderungen gegen Lieferanten 19 58
Sonstige 201 444
466 653
 
Sonstige Vermögenswerte
Vorauszahlungen 558 423
Anrechenbare Vorsteuer 157 234
Sonstige 379 320
  1.094 977
  1.560 1.630

9) Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen die Guthaben bei Kreditinstituten und den Kassenbestand. Der beizulegende Zeitwert der liquiden Mittel entspricht dem Buchwert. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind am Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Die Entwicklung des Zahlungsmittelbestands ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

10) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das Eigenkapital des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2015 51.725 T€ (2014: 47.470 T€). Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallen hiervon 928 T€ (2014: 975 T€).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der technotrans AG besteht zum 31. Dezember 2015 aus 6.907.665 ausgegebenen und davon 6.530.588 im Umlauf befindlichen nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien. Die ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt je Stückaktie 1 €. Alle Aktien gewähren identische Rechte. Einzelnen Aktionären werden keine Sonderrechte oder Vorzüge gewährt. Dies gilt auch für das Dividendenbezugsrecht.

  ausgegebene Aktien im Umlauf befindliche Aktien
  2015 2014 2015 2014
Stand 01.01. 6.907.665 6.907.665 6.516.434 6.493.474
Ausgabe an Mitarbeiter (als Weihnachtsgratifikation) 0 0 11.967 22.960
Ausgabe an Mitarbeiter (als Vergütungsbestandteil) 0 0 2.187 0
Stand 31.12. 6.907.665 6.907.665 6.530.588 6.516.434

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 ermächtigte den Vorstand, das Grundkapital bis zum 14. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals gegen Einlagen um bis zu insgesamt 3.450.000 € zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung wurde 2015 kein Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von längstens fünf Jahren im Gesamtnennbetrag von bis zu 10 Millionen € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt 690.000 eigene, auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (Wandelanleihebedingungen) zu gewähren.

Die den Inhabern der Schuldverschreibungen eingeräumten Wandlungsrechte dürfen sich auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 690.000,00 € beziehen. Die Wandelschuldverschreibungen können außer in Euro auch unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden.

Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Daneben ist der Vorstand jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen innerhalb der durch die Ermächtigung im Einzelnen und konkret vorgegebenen Grenzen auszuschließen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandelschuldverschreibungen und deren Bedingungen selbst festzulegen, insbesondere Währung, Zinssatz, Ausgabebetrag, Laufzeit und Stückelung der Wandelschuldverschreibungen, Wandlungspreis und -zeitraum, Umtauschverhältnis und Zahlung des Gegenwertes in Geld anstelle des Umtauschs in eigene Aktien. Im Geschäftsjahr 2015 wurde diese Ermächtigung nicht in Anspruch genommen.

Kapitalrücklage

In die Kapitalrücklage wurde das Aufgeld aus den vergangenen Aktienemissionen im Rahmen der Ausgabe von Bezugsaktien des Bedingten Kapitals sowie der Ausgabe von Stammaktien des genehmigten Kapitals (Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage) eingestellt. Die Kosten der Aktienemissionen wurden in Abzug gebracht.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten auch Gewinnvorträge sowie weitere andere Rücklagen. Davon betreffen 691 T€ (2014: 691 T€) die gesetzliche Rücklage der technotrans AG gemäß § 150 (2) AktG und 377 T€ (2014: 391 T€) die Rücklage wegen eigener Anteile der technotrans AG.

Der durch Ausgabe eigener Aktien entstandene Unterschiedsbetrag in Höhe von 43 T€ (2014: 118 T€) zwischen den Anschaffungskosten der Aktien und ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt der Ausgabe (247 T€; 2014: 213 T€) wurde in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Gemäß § 268 (8) HGB darf von den anderen Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft ein Betrag in Höhe von 106 T€ (2014: 530 T€) aufgrund der Aktivierung von latenten Steuern nicht ausgeschüttet werden.

Sonstige Rücklagen

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Hedgingrücklage -100 -134
Rücklage für Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb -2.584 -1.776
Währungsdifferenzen -3.338 -4.056
Eigene Aktien -5.426 -5.630
  -11.448 -11.596

Gemäß IAS 39 wurde der negative Marktwert der eingesetzten Zinsswaps unter Abzug latenter Steuern erfolgsneutral in der Hedgingrücklage verrechnet (vergleiche Gliederungspunkt 32 „Finanzinstrumente“). Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Gewinn von 49 T€ (2014: 76 T€ Verlust) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Es wurden wie im Vorjahr keine Gewinne realisiert. Im Gegenzug wurden latente Steuern von 15 T€ (2014: 23 T€) erfolgsneutral berücksichtigt.

Die technotrans AG hat ihren Tochtergesellschaften Darlehen gewährt, die als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe anzusehen sind. Nach IAS 21.32 bzw. IAS 12.61A werden die bis zum Bilanzstichtag kumuliert aufgelaufenen Umrechnungsdifferenzen sowie die ggf. darauf entfallenden Steuern direkt im Eigenkapital verrechnet. Eine erfolgswirksame Erfassung der Währungskursdifferenzen erfolgt erst bei der Liquidation oder Teilliquidation der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Umrechnungsverluste aus den genannten Darlehen in Höhe von 655 T€ (2014: 124 T€ Gewinn) direkt im Eigenkapital verrechnet; da eine Liquidation oder Teilliquidation in absehbarer Zeit nicht geplant ist, wurden im Geschäftsjahr wie bereits im Vorjahr keine latenten Steuern auf diese Kursverluste erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

In Vorjahren wurden Währungsgewinne eines Darlehens gegenüber technotrans Asia Pacific ltd. Hongkong/China in Höhe von 153 T€ erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, da dieses Darlehen als Nettoinvestition gemäß IAS 21 qualifiziert wurde. Da mittelfristig eine Liquidation der Gesellschaft geplant ist, wurden diese Gewinne im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Die Währungsdifferenzen beinhalten die Differenzen aus der Umrechnung des zu konsolidierenden Eigenkapitals der Tochtergesellschaften zum historischen Kurs und zum Kurs am Bilanzstichtag. Des Weiteren beinhaltet diese Position die sich aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochtergesellschaften zum Stichtagskurs und der Umrechnung der Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs ergebenden Differenzen.

Eigene Aktien

Auf der Hauptversammlung am 15. Mai 2014 haben die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 (1) Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf den Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 690.000,00 € (690.000 Stückaktien entsprechend 9,98 Prozent des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung) und ist gültig bis zum 14. Mai 2019. Im Zeitraum Januar bis Dezember 2015 wurden keine Aktien zurückgekauft. Gemäß IAS 32.33 werden die zurückgekauften Aktien mit ihren Anschaffungskosten (inkl. Anschaffungsnebenkosten) vom Eigenkapital abgezogen. Der Rückkauf orientiert sich an den strategischen Zielen der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 14.154 Stückaktien (2014: 22.960 Stückaktien) mit einem beizulegenden Zeitwert von 247 T€ (2014: 213 T€) als Vergütungsbestandteil an Mitarbeiter ausgegeben. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 377.077 Stammaktien (2014: 391.231 Stammaktien).

Kapitalmanagement

Zum 31. Dezember 2015 lag die Eigenkapitalquote bei 68,0 Prozent (2014: 63,7 Prozent). Zu den wichtigsten finanzwirtschaftlichen Zielen der technotrans AG zählen die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit sowie die nachhaltige Wertsteigerung des Konzerns.

Große Bedeutung in diesem Zusammenhang hat die Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven. Ziel ist es, jederzeit über Liquiditätsreserven in Höhe von mindestens 10 Prozent des Jahresumsatzes verfügen zu können. Die Zielerreichung ist durch den Einsatz diverser Maßnahmen zur Reduzierung der Kapitalkosten und Optimierung der Kapitalstruktur sowie durch effektives Risikomanagement sicherzustellen.

Methodisch basiert das Kapitalmanagement bei technotrans auf finanzmarktorientierten Kennzahlen, wie der Umsatzrendite (langfristiges Margenziel für das EBIT: 10 Prozent), der Eigenkapitalquote (Ziel: > 50 Prozent) sowie Verschuldungskennziffern. Satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen unterliegt technotrans nicht. Eine solide Kapitalstruktur gibt technotrans die Stabilität, die als Basis für das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftsmodell dient und damit langfristig Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie Ansprüchen der Mitarbeiter und Aktionäre gerecht wird.

Das ungesicherte Darlehen unterliegt der Verpflichtung zur Einhaltung von finanziellen Kennzahlen (Financial Covenants). Die Finanzrelationen, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und EBITDA-Marge, werden für den Konzernabschluss ermittelt und wurden im Geschäftsjahr 2015 eingehalten.

11) Finanzschulden

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Kurzfristige Finanzschulden 1.997 3.293
Langfristige Finanzschulden 6.061 8.346
  8.058 11.639

Kursgesicherte Verbindlichkeiten liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Zinssicherungen bestehen nur bei Finanzschulden.

Restlaufzeiten der Finanzschulden

  < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt Verzinsung p.a. Besicherung
  T€ T€ T€ T€    
Variabler €-Kredit 571 1.857 0 2.428 3-Mon.-EURIBOR Absicherung über Zinsswap (Festsatz: 2,63%) Keine
Variabler €-Kredit 0 1.500 0 1.500 3-Mon.-EURIBOR Absicherung über Zinsswap (Festsatz: 2,70%) Grundschuld
€ - Festsatzkredit 245 919 0 1.164 3,31% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 36 143 675 854 4,50% Grundschuld
Variabler €-Kredit 157 589 0 746 3-Mon.-EURIBOR Absicherung über Zinsswap (Festsatz: 3,40%) Grundschuld
Variabler €-Kredit 188 328 0 516 3-Mon.-EURIBOR Absicherung über Zinsswap (Festsatz: 2,81%) Grundschuld
€ - Festsatzkredit 333 0 0 333 4,92% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 200 0 0 200 2,82% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 167 0 0 167 4,98% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 100 50 0 150 3,50% keine
1.997 5.386 675 8.058

Bankverbindlichkeiten mit einem Buchwert von 3.880 T€ (2014: 5.713 T€) sind durch Grundschulden auf das Firmengelände in Sassenberg besichert.

Finanzschulden in Höhe von 150 T€ (2014: 250 T€) entfallen auf die Termotek GmbH. Für diese Kredite wurden keine Sicherheiten gestellt.

Zum Stichtag bestehen bei der KLH Kältetechnik GmbH Finanzschulden in Höhe von 746 T€ (2014: 1.288 T€), die in voller Höhe durch Grundschulden auf das Firmengelände Am Waldrand 10 in Bad Doberan besichert sind.

Bei der SHT Immobilienbesitz GmbH & Co. Vermietungs KG bestehen Finanzschulden in Höhe von 854 T€
(2014: 889 T€). Als Sicherheit dient das Grundstück Am Waldrand 10a in Bad Doberan.

12) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Bedingter Kaufpreis KLH Gesellschaften 346 534
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 14 14
Bedingter Kaufpreis gds Sprachenwelt GmbH 0 302
  360 850

Im Geschäftsjahr 2015 wurde die im Rahmen der Akquisition der gds Sprachenwelt GmbH, Hünfeld, geschlossene Call/Put-Option vorzeitig ausgeübt. Die technotrans AG hält nun mittelbar 100 Prozent der Anteile der gds Sprachenwelt GmbH.

Auf Basis der aktuellen Planung wurde der bedingte Kaufpreis für die KLH-Gesellschaften um 180 T€ gemindert.

13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.000 2.094
Ausstehende Eingangsrechnungen 433 543
  2.433 2.637

14) Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen entstammen im Wesentlichen dem Projektgeschäft. Sie finanzieren die in den Vorräten enthaltenen Fertigerzeugnisse, für die ein Umsatz noch nicht realisiert werden konnte. Der Anstieg ist auf die gute Geschäftsentwicklung zum Geschäftsjahresende zurückzuführen.

15) Rückstellungen

  Verpflichtungen
gegenüber
Personal
Garantie-
verpflichtungen
Sonstige
Rückstellungen
Pensions-
rückstellungen
Gesamt
  T€ T€ T€ T€ T€
Anfangsbestand zum 01.01.2015 4.165 1.102 929 257 6.453
Währungsveränderung 42 9 -5 0 46
Verbrauch 2.646 547 663 11 3.867
Auflösung 132 150 141 1 424
Aufzinsung 0 0 0 5 5
Zuführung 3.054 437 847 0 4.338
Endbestand zum 31.12.2015 4.483 851 967 250 6.551
Langfristige Rückstellungen 884 0 0 239 1.123
Kurzfristige Rückstellungen 3.599 851 967 11 5.428

Die Verpflichtungen gegenüber dem Personal beinhalten im Wesentlichen Gratifikationen, Boni und Tantiemen der Mitarbeiter sowie Zeitkonten. Diese Verpflichtungen sind in erster Linie hinsichtlich ihrer Fälligkeit unsicher.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden mit zwei Arbeitnehmern Altersteilzeitarbeitsverträge geschlossen. Die Verpflichtung aus diesen Altersteilzeitarbeitsverhältnissen wurde versicherungsmathematisch ermittelt. Der Berechnung liegt ein Zinssatz von 2,34 Prozent zugrunde. Altersteilzeitverpflichtungen werden gegen eine mögliche Insolvenz gemäß § 8a des Altersteilzeitgesetzes gesichert. Zur Absicherung wurden Zahlungsmittel in einem Geldmarktfond (Deka Investments) eingezahlt und zugunsten der Mitarbeiter verpfändet. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 "plan assets" dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Erträge erzielt. Zum 31. Dezember 2015 waren Zahlungsmittel in Höhe von 42 T€ angelegt.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden für gegenwärtige gesetzliche, vertragliche und faktische Gewährleistungsverpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse am Bilanzstichtag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Jahresabschlusskosten, Provisionen und andere Verpflichtungen. Der Unsicherheitsfaktor ist hier ebenso wie bei den Garantieverpflichtungen hauptsächlich die Höhe des Betrages.

Mitarbeitern der ehemaligen BVS Beratung Verkauf Service Grafische Technik GmbH ist eine direkte Pensionszusage gemacht worden. Für alle Mitarbeiter werden bereits Renten gezahlt. Zur Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde die „Defined Benefit Obligation“ (DBO) durch ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Berechnung liegen ein Zinssatz von 2,1 Prozent (2014: 2,1 Prozent) sowie ein Rententrend von 2,0 Prozent (2014: 2,0 Prozent) zugrunde. Gehaltsentwicklung und Fluktuation waren nicht zu berücksichtigen, da die Versorgungsberechtigten mittlerweile ausgeschieden sind. Die Zinskosten auf die DBO im Jahr 2015 belaufen sich auf 5 T€ (2014: 7 T€). Der versicherungsmathematische Gewinn beläuft sich auf 2 T€ (2014: 37 T€ Verlust). Im Jahr 2015 wurden Pensionszahlungen in Höhe von 11 T€ (2014: 9 T€) geleistet.

16) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen die technotrans AG und ihre Organgesellschaften sowie die KLH Kältetechnik GmbH.

17) Sonstige Verbindlichkeiten

  31.12.2015 31.12.2014
  T€ T€
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Kreditorische Debitoren 177 376
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 144 193
Bedingter Kaufpreis KLH Gesellschaften 9 49
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 202 38
532 656
Sonstige Verbindlichkeiten
Umsatzsteuer 588 535
Betriebsteuern 369 402
Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben 123 133
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 574 627
  1.654 1.697
  2.186 2.353