Geschäftsbericht 2015

Voraussichtliche Entwicklung des technotrans-Konzerns

Im Geschäftsjahr 2016 wird technotrans den Schwerpunkt seiner Aktivitäten erneut verstärkt auf das organische Wachstum des bestehenden Portfolios und dessen Ausbau durch Akquisitionen legen. Die weitere Geschäftsentwicklung des technotrans-Konzerns wird 2016 in wesentlichem Maße von der weltweiten Konjunktur und diverser Projektanläufe mit bereits bestehenden sowie neuen Kunden abhängen.

Der Vorstand beurteilt die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2016 vorsichtig optimistisch. technotrans hat sich das Ziel gesetzt, stärker als der Markt zu wachsen. 2016 liegt die BIP-Prognose (ifo-Konjunkturprognose und IfW Institut für Weltwirtschaft) bei 1,7 Prozent. Insgesamt erwartet der Vorstand für den technotrans-Konzern bei einer stabilen Entwicklung der Weltkonjunktur einen Umsatz von 126 bis 132 Millionen € für das Geschäftsjahr 2016. Die EBIT-Marge sollte 2016 zwischen 7,5 und 8,0 Prozent liegen. Daraus ergibt sich planerisch ein EBIT zwischen 9,5 und 10,5 Millionen €. Wesentlichen Einfluss auf die Ergebnissituation werden wiederum das Umsatzvolumen und die zeitliche Komponente im Anlauf der neuen Projekte haben. Damit die zahlreichen Kundenprojekte gerade im Anlauf erfolgreich abgewickelt werden, investieren wir unvermindert in die erforderlichen Ressourcen.

Ziele des Konzerns und der Segmente

  Ist 2015 Prognose 2016
Umsatz in Mio. EUR 122,8 126 -132
Technology in Mio. EUR 81.4 84 - 88
in % 66
Services in Mio. EUR 41,4 42 - 44
  in % 34  
EBIT in Mio. EUR 9,0 9,5 - 10,5
  in % 7,3 7,5 - 8,0
Technology in Mio. EUR 2,1
in % 2,6 > 3
Service in Mio. EUR 6,9
in % 16,5 stabile Marge
Free Cashflow in Mio. EUR 8,5 >5

Eventuelle Akquisitionen sind in der Umsatz- und Ergebnisplanung nicht berücksichtigt. Auf der Beschaffungsseite rechnen wir mit keiner gravierenden Preisveränderung, im Personal wird es allerdings einen Anstieg der Personalaufwendungen geben. Neben einem leicht erhöhten Mitarbeiterbestand zum Jahreswechsel 2015/2016 wird eine durchschnittliche Entgelterhöhung von 3 Prozent erwartet. Die Steuerquote des Konzerns wird sich voraussichtlich im Bereich von 30 Prozent bewegen.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen erwartet der Vorstand für die technotrans AG (Einzelabschluss) im Geschäftsjahr 2016 ein leichtes Umsatzwachstum in der Größenordnung von 3 bis 4 Prozent. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, auf dem höheren Umsatzniveau auch die Ertragslage zu verbessern. Unser Ziel ist es, in der technotrans AG eine EBIT-Marge von 6,5 Prozent zu erreichen.

Im Segment Technology planen wir auch für 2016, dass sich das organische Wachstum fortsetzen wird. Dabei unterstellen wir, dass sich die von uns bedienten Märkte im Geschäftsjahr 2016 weiter positiv entwickeln. technotrans erwartet eine robuste Nachfrage nach Digital- und Flexodruckmaschinen, während sich das Geschäft im Offsetdruck mindestens auf Vorjahresniveau stabilisiert. Wachstumstreiber des Segmentes bleiben weiterhin die Märkte Laser, Maschinenbau, Stanz- und Umformtechnik, die Energiespeichertechnik sowie die Medizin- und Scannertechnik. In diesen Wachstumsbereichen haben wir unsere Aktivitäten in den letzten Jahren erfolgreich ausgeweitet.

Das Segment Services repräsentiert einen relativ hohen Umsatzanteil am Gesamtgeschäft des technotrans-Konzerns und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Stabilität unseres Geschäfts. Wir gehen davon aus, dass 2016 der Umsatz im Segment Services durch eine stärkere Nutzung unseres weltweiten Service-Netzwerks seitens der neuen Gesellschaften der Gruppe wieder leicht wachsen wird. Wir erwarten eine weiterhin stabile Ertragslage bei einer unveränderten EBIT-Marge. Für 2016 rechnet der Vorstand auf Basis stabiler Einnahmen und Erträge mit einem positiven operativen Cash Flow, so dass technotrans erneut in der Lage sein sollte, das operative Geschäft und die vorgesehenen Erhaltungsinvestitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen) aus dem Cashflow zu finanzieren. Nach Zins- und Tilgungsleistungen sollte der Free Cashflow nach heutigen Erkenntnissen erneut positiv ausfallen.

Auf der Finanzierungsseite erwartet der Vorstand, dass sich die Finanzverbindlichkeiten bei dem geplanten Geschäftsverlauf durch planmäßige Tilgungen (rund 2,0 Millionen €) weiter reduzieren werden. Am Stichtag 31. Dezember 2015 verfügt technotrans über liquide Mittel in Höhe von 20,0 Millionen €. Dies ist ausreichend, um das laufende Geschäft in allen Unternehmen des Konzerns finanzieren zu können. Darüber hinaus verfügt technotrans über ungenutzte Kreditlinien, die zusammen mit den überschüssigen Zahlungsmitteln große Flexibilität geben, um auch strategische Optionen zu nutzen. Unverändert betrachtet der Vorstand Akquisitionen als geeigneten Weg, um das Unternehmenswachstum auch strategisch auszubauen und weitere Zukunftsbranchen erschließen zu können. Entsprechende Möglichkeiten werden kontinuierlich gesucht und analysiert. Für technotrans – in der Rolle als strategischer Investor – liegt die Voraussetzung für geeignete Übernahmeziele sowohl in der markt- und wachstumsorientierten Expansionsstrategie, aber auch in der Realisierung von entsprechenden Synergiepotenzialen. Darüber hinaus sind Technologien, die die Kernkompetenzen zielgerichtet erweitern würden, grundsätzlich sehr interessant. Es ist erklärte Absicht des Vorstandes, das Wachstum des Unternehmens durch weitere Zukäufe zu beschleunigen. Je nach Größe der Unternehmen würden in diesem Fall sowohl Fremd- als auch Eigenmittelinstrumente eingesetzt. Unsere Banken haben Interesse signalisiert, uns im Bedarfsfall zu unterstützen. Konkrete Zusagen hingegen gibt es mangels weiterer konkreter Übernahmeziele zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch nicht. technotrans beabsichtigt, die aktuellen Bilanzrelationen weitestgehend beizubehalten. Je nach Intensität der sich bietenden Zukäufe könnte die Eigenkapitalquote kurzfristig leicht sinken.

Die Voraussetzungen für die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2016 sind gut: Das Unternehmen verfügt über eine solide Bilanzstruktur und die Profitabilität hat sich positiv entwickelt. Aus heutiger Sicht würden wir die Auszahlung jedoch davon abhängig machen, ob zum gegebenen Zeitpunkt größere Investitionsvorhaben geplant sind, die die Mittelverwendung, beispielsweise für eine größere Akquisition, vorrangig erfordern würden. Unter diesen Bedingungen halten wir an unserer Dividendenaussage fest, auch zukünftig die Hälfte des Konzernjahresüberschusses auszuschütten.